Mozartissimo
Wolfgang Amadeus Mozart
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Wolfgang Amadeus Mozart und "Mozartissimo"

Unter den Werken, die Sie heute zu Hören bekommen, ist die Ouvertüre zu der Oper Entführung aus dem Serail. Mit der Komposition des deutschen Gesangwerks wurde Wolfgang Amadeus Mozart vom Kaiser Josef II. beauftragt, nachdem er nach Wien gekommen ist. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Graf Arco, die mit dem berühmten Tritt endete, wurde er aus den Diensten des Salzburger Erzbischofs entlassen und konnte sich auf die Dauer in Wien niederlassen. Mit der "Entführung aus dem Serail" schuf Mozart eine neue Opernform. W. Goethe sagt zu dieser Oper: "Alle unsere Bemühungen um Befreiung und Vereinfachung sind zu Nichte gemacht worden mit dem Augenblick als Mozart aufgetreten ist. Die Entführung aus dem Serail hat alles geschlagen. Die Ouvertüre führt eine Atmosphäre des Ortes, in dem sich die Handlung der Oper abspielt, herbei".

Die Ouvertüre, das Duetino, die Arie des Figaro und die Arie der Susanne sind Werke, die heimlich entstanden sind. Das Spiel des Beaumarchais "Der verrückte Tag oder Figaros Hochzeit" wurden damals in Österreich verboten. Trotzdem wollte Mozart dieses Werk vertonen. Er machte dem Hofkapellmeister Salieri, der gleichzeitig auch als Hofdichter tätig war, einen Vorschlag, er möge die italienische Vorlage als Libretto verarbeiten. Sie mussten aber dieses Thema heimlich bearbeiten und auf einen günstigen Augenblick warten, in dem der Kaiser der Aufführung dieser Oper zustimmen wird. Schließlich komponierte Mozart die ganze Oper Figaros Hochzeit in einem halben Jahr. Ihre Premiere hatte sie am 1. Mai 1786 in Wien, aber den größten Erfolg erntete sie erst im Dezember, gerade im Stavovske Theater in Prag.

Nach dem Prager Erfolg von der "Figaros Hochzeit" äußerte Mozart einen Wunsch, eine Oper direkt für das Prager Publikum zu komponieren. Er schloss mit dem Direktor des Theaters einen Vertrag ab, dass er für Prag, für 100 Dukaten, eine neue Oper komponieren würde. Eine alte spanische Sage vom alten Wüstling Don Juan Tenorio, der zum Ende seines ausschweifenden Lebens vom Teufel geholt wurde, war die Ausgangsquelle. Mit der Komposition der Oper begann Wolfgang Amadeus in Wien, beendet wurde sie in Prag. Interessant ist, dass er die Ouvertüre als letzte komponiert hat, angeblich in der Nacht vor der Premiere. In Prag wurde Don Giovanni wieder mit einer riesigen Begeisterung aufgenommen, in Wien ein bisschen distanzierter. Das hat aber dem Scharm Mozarts Musik keinen Abbruch getan. Das Zerlindes und Giovannis Duett hat sogar den großen L. van Beethoven zum Komponieren von Variationen zu diesem Thema inspiriert. Im Dezember 1787 wurde Mozart zum kaiserlichen Hofkomponisten in Wien ernannt. Sein geringes Gehalt – 800 Gulden im Jahr (sein Vorgänger Ch.W.Gluck bekam 2000 Gulden und der Nachfolger Leopold A. Kozeluh 1200 Gulden) zeugt davon, wie Mozart auf dem Wiener Hof geschätzt wurde.

E. Schikaneder hat bei Mozart auf eigenes Libretto die Oper Die Zauberflöte bestellt. Der Inhalt der Oper ist voller Widersprüche und ähnlich ist auch die Entstehung von Geheimnissen umwoben. Alle, die an der Entstehung und später auch an der Realisierung beteiligt waren, sind Mitglieder der Freimaurerloge. Wahrscheinlich deswegen ist der Text und die Musik voller Freimaurer Ideen, Rituale und Symbolik. Das Duett Pa-Pa-Pa wurde in die Oper erst auf ausdrücklichen Wunsch von Schikaneder aufgenommen. Die Premiere fand am 30.September 1791 im Theater auf der Wieden statt. Anfangs hat man sie eher mit Verwunderung aufgenommen, später wurde sie zum Beispiel der deutschen romantischen Oper.